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  16.02.2015
  
23:53:45  
YQ -> SP Kennel gegen Wild and Free - Moore und Sass sind auf dem Weg ins Ziel

Der Titelverteidiger Allen Moore und sein Herausforderer Brent Sass haben sich nun auf die letzten Kilometer begeben, um zu ermitteln wer der 32te Yukon Quest Champion wird. Allen Moore ist um 13:36 Uhr mir 11 Hunden und Brent Sass zwei Minuten danach mit 12 Vierbeinern im Gespann vom letzten Checkpoint Two Rivers aufgebrochen. Der Musher aus Eureka betonte zuvor, dass er ohne den 9-Stunden Rast am Birch Creek nicht da wäre, wo er jetzt sei. Sein Team hätte sich dort regeneriert. Moore wiederholte nochmals seine Annahme, dass seine Hunde auf der von ihm oft trainierten Strecke schneller laufen müssten. Fügte aber an, dass sich seine Hunde wohl fühlen müssten.

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Durch den Ausfall von Brent Sass letztes Jahr konnte Allen Moore seinen zweiten Titel völlig gefahrlos einfahren. Ein Jahr zuvor war Moore, bei seinem ersten Gewinn 90 Minuten schneller als Hugh Neff im Ziel. 2012 hingegen wurde Moore von Hugh Neff im knappsten Finale aller Zeiten um 26 Sekunden geschlagen. Damals holte Neff noch einen Rückstand von 42 Minuten auf.

Dies zeigt auch, dass das diesjährige Finale, besonders weil beide Kontrahenten fast zeitgleich starten, völlig offen ist. In den sozialen Medien sind die Stimmen die Brent Sass einen (ersten) Sieg wünschen eindeutig in der Überzahl. Der abgeklärte und professionelle Allen Moore hat es da etwas schwerer gegen den immer enthusiastischen und etwas naiven Brent Sass. Aber dies hat mit dem realen Rennen nicht zu tun. Beide Fan-Lager und auch die neutralen Zuschauer werden nun per Internet das spannende Duell verfolgen. Die GPS-Tracker-Seite bis zum Anschlag reloaden und jeden Vorsprung und jede Meilenänderung in den sozialen Medien posten, diskutieren und besprechen. Auf gehts. GO Allen GO ! - Go Brent GO !

Der letzte Streckenabschnitt von Two Rivers nach Fairbanks (72 Meilen):

Radiostationen werden nun "live" ueber die letzten Kilometer berichten und eine gesamte Stadt wartet auf die Ankunft der Sieger. Schandelmeier, Rick Mackey und May lieferten sich hier vor Jahren in der Nachmittagssonne ein Duell, in dem sie nach 1600 km weniger als 20 Minuten voneinander entfernt lagen. Inzwischen sind knappe Endresultate nicht mehr so selten: 2009 trennten den Sieger Sebastian Schnulle und Hugh Neff nur vier Minuten - 2012 fand dann das bisher engste Finale zwischen Allen Moore und dem Sieger Hugh Neff statt, am Ende trennten die beiden Musher nur 26 Sekunden!

Das einzige Hinderniss ist nun die Zivilisation fuer die Sieger des Rennens, das auf dem gefrorenen Eis des Chena Rivers bis in die Innenstadt von Fairbanks - zur Yukon Quest Log Cabin - fuehrt.

Jubelnde Menschenmengen werden am Ufer stehen, freilaufende Hunde sind speziell hier trotz Warnung und Androhung von Strafverfahren eine Gefahr und die Teams haben den Busch hinter sich gelassen. Wer immer uebermuedet und erschoepft gewinnt, wird durch die Ziellinie kommen und trotz allem Jubels zuerst seine/ihre Hunde versorgen, bevor sie/er die Glueckwuensche in Empfang nimmt. Dies ist Brauch...und genau die selbe Art und Weise wie Musher sich an jedem Streckenposten verhalten. Kein Musher waermt sich auf, isst oder ruht, bevor er nicht seine Hunde versorgt hat. Es ist eines der ungeschriebenen Gesetze die jeder befolgt.

Den Sieger erwarten fast 19% (US $24,680) der Gesamtprämie aber selbst der Musherr des 15. Platzes erhält noch knapp 3% der Gesamtgewinnsumme und der letzte Teilnehmer, der die Ziellinie erreicht, erhaelt "die rote Laterne", ein begehrter Preis. Von den vielen Teams, die Whitehorse verliessen, werden wahrscheinlich nur 2/3 Fairbanks erreichen und während die Sieger bejubelt werden vergisst zumindest in den Yukon Territories und Alaska keiner, daß allen Mushern, die mit Umsicht, Liebe, Durchhaltevermögen und den Instinkten ihrer Leithunde ein solches Rennen an der Ziellinie beenden konnten ohne vorher aufgeben zu müssen, mehr als Respekt gebührt.

Während die rote Laterne an den verliehen wird, der als letzter das Rennen beendet symbolisiert sie auch die Idee, daß gesunde Hunde und ein erfogreich beendeter Trail vor hundert Jahren weit wichtiger waren als Hast und Schnelligkeit.




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